Härtegrad einer Matratze

Fast ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Nachts entspannt und tief durchzuschlafen, morgens erholt zu erwachen und voller Energie in den Tag zu starten, wäre schön. Leiden Sie jedoch wie fast 80 Prozent aller Menschen unter Schlafproblemen? Wenn Sie nicht länger vom erholsamen Schlaf träumen, sondern endlich ruhige Nächte erleben möchten, sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Matratze einiges beachten und besonders den Härtegrad von Matratzen und für wen sie sich eignen, bei Ihrer Wahl berücksichtigen. Lesen Sie unseren Ratgeber über Matratzen und erfahren Sie welche am besten zu Ihnen passt.

Durch eine Unterteilung in mehrere Liegezonen wird es möglich, den Körper unterschiedlich zu stützten. Idealerweise ist die Matratze im Bereich schwerer Körperteile fester, sodass die Wirbelsäule gerade liegt. Das weitverbreitete Problem, jeden Morgen mit Rückenschmerzen zu erwachen, ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Matratze ihre stützende Funktion nur unzureichend wahrnimmt. In diesem Fall hilft nur ein Austausch, um endlich wieder schmerzfrei aufzuwachen und gut gelaunt in den Tag starten zu können. Bedenken Sie auch, dass die Stützungsfunktion Ihrer Matratze nach spätestens acht bis zehn Jahren nachlässt und dann eine Neuanschaffung ansteht.

Der Härtegrad ist die Maßeinheit für die Festigkeit der Matratze. Je höher der Härtegrad, umso fester ist die Matratze, sodass der Körper stärker gestützt wird und weniger einsinkt. Ein zu starkes Einsinken bewirkt ein „Durchhängen“ des Körpers und führt zu Rückenschmerzen. Ist die Matratze jedoch zu fest, können die schwereren Körperteile nicht genug einsinken, sodass die Wirbelsäule unnatürlich gekrümmt wird und man morgens ebenfalls mit Rückenschmerzen erwacht. Für mehr Informationen lesen Sie unseren Ratgeber über die richtige Matratze bei Rückenschmerzen.

Es ist also gar nicht leicht, die perfekte Matratze zu finden, die Sie sanft ins Reich der Träume gleiten lässt. Da der Schlaf eine wichtige Funktion für die Regeneration des Körpers hat, lohnt es sich, in die Matratzenwahl sowohl Zeit als auch Mühe und natürlich Geld zu investieren. Wer einmal das Gefühl genossen hat, auf einer optimal angepassten Matratze zu schlafen, wird nie wieder darauf verzichten wollen.

Welche Härtegrade gibt es?

Matratzen werden in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Hauptkriterium für die Vergabe des Härtegrads ist das Körpergewicht. Die Härtegrade werden mit einer Zahl von 1 bis 5 angegeben, wobei 1 den geringsten Härtegrad, also die weichste Matratze, bezeichnet. Im Folgenden wird näher erläutert, für wen die einzelnen Härtegrade geeignet sind, wobei neben dem Körpergewicht auch die Schlafposition berücksichtigt werden soll. Diese Tipps ersetzen jedoch nicht die persönliche Einschätzung, denn letztlich ist das Empfinden von „Weichheit“ oder „Härte“ einer Schlafunterlage individuell.

härtegrad von boxspringbetten 1

Härtegrad 1 (H1)

Matratzen mit der geringsten Festigkeit werden mit dem Härtegrad 1 (H1) gekennzeichnet. Diese Matratzen sind lediglich für Menschen mit einem Körpergewicht von weniger als 60 Kilogramm geeignet. Derartige Matratzen werden dementsprechend meist nur für Kinderbetten angeboten. Wiegen Sie mehr als 60 Kilogramm, sollten Sie, selbst wenn Sie das Gefühl einer weichen Unterlage lieben, keine Matratze dieses Härtegrads anschaffen. Die Matratze würde schon nach kurzer Zeit ihre Festigkeit verlieren und unweigerlich Beschwerden verursachen.

härtegrad von boxspringbetten 2

Härtegrad 2 (H2)

Matratzen mit dem Härtegrad 2 werden für Menschen empfohlen, die zwischen 60 und 80 Kilogramm wiegen. Diese Matratzen sind die beliebtesten Matratzen von Frauen und denjenigen, die generell eine relativ weiche Matratze als angenehm empfinden. Oft sind dies Seitenschläfer. Sie benötigen eine sanfte Stützung des Nackenbereichs. Obwohl es sich um den zweiten Härtegrad handelt, werden diese Matratzen häufig schon als „mittelhart“ bezeichnet.

härtegrad von boxspringbetten 3

Härtegrad 3 (H3)

Matratzen mit dem Härtegrad 3 sind die mit Abstand am meisten verkauften Modelle. Sie sind geeignet ab einem Gewicht von 80 Kilogramm. Eine Obergrenze ist jedoch nicht genau festgelegt. Die Empfehlungen variieren zwischen 100 und 120 Kilogramm. Viele Rückenschläfer bevorzugen diesen Härtegrad, weil damit der Lendenwirbelbereich gut unterstützt wird, sodass die Wirbelsäule gerade liegt. Ein „Durchhängen“ des Beckens wird vermieden. Diese Matratzen werden als „mittelfest“ bis „fest“ bezeichnet.

härtegrad von boxspringbetten 4

Härtegrad 4 (H4)

Weil bei Matratzen des Härtegrads 3 eine generelle Gewichtsobergrenze fehlt, werden die Matratzen mit dem Härtegrad 4 entsprechend ab einem Körpergewicht von 100, 110 oder 120 Kilogramm empfohlen. Meist werden diese Matratzen als „sehr hart“ bezeichnet. In einigen Fällen tragen sie sogar die Bezeichnung „ultra hart“. Dies ist immer dann der Fall, wenn keine Matratzen des Härtegrads 5 im Angebot sind. Bauchschläfer gehören oft zu den Nutzern, die eine harte Matratze mögen.

härtegrad von boxspringbetten 5

Härtegrad 5 (H5)

Matratzen mit diesem Härtegrad werden als „ultra hart“ bezeichnet. Weil sie sehr selten nachgefragt werden, haben viele Hersteller diese Varianten gar nicht im Programm. Von der Wahl einer zu harten Matratze ist einerseits deshalb abzuraten, weil sie die Wirbelsäule in eine unnatürlich gekrümmte Position zwingt und andererseits auch zu Druckstellen und einer verminderten Durchblutung führen kann. Matratzen des Härtegrads 5 sind somit nur für sehr schwere Menschen geeignet.

Der richtige Härtegrad entscheidet über Ihren Schlaf!

Nur wenn Sie auf einer Matratze liegen, die im Hinblick auf den Härtegrad geeignet und angenehm ist, können Sie sich über erholsame Nächte freuen. Zu weiche Matratzen lassen die Wirbelsäule durchhängen und führen ebenso unweigerlich zu Rückenschmerzen wie zu harte Matratzen. Optimal ist eine Matratze, die an den schweren Körperstellen wie am Kopf und am Becken stärker nachgibt. So kann die Wirbelsäule in jeder Schlafposition gerade aufliegen und in der Nacht von den Anstrengungen des Tages regenerieren. Aus diesem Grund ist nicht nur auf den Härtegrad zu achten, sondern auch darauf, dass die Matratze in unterschiedliche Liegezonen aufgeteilt ist. Wenn Sie für ein Doppelbett neue Matratzen anschaffen möchten, sollte jeweils der passende Härtegrad gewählt werden, damit beide Partner erholt aufwachen. Es ist also davon abzuraten, ein Doppelbett zu kaufen, dass werksseitig mit gleichen Matratzen auf beiden Seiten ausgestattet ist. Dass beide Partner die gleiche körperliche Konstitution haben, ist relativ unwahrscheinlich, sodass immer eine individuelle Anpassung erfolgen sollte.

Richtige Härtegrad von Matratze

Welche Matratze sollte bei körperlichen Beschwerden gewählt werden?

Wenn Sie bereits unter Rückenbeschwerden leiden, ist die Auswahl des richtigen Härtegrads besonders wichtig. In diesem Fall ist es empfehlenswert, eine ergonomisch angepasste Matratze auszuwählen. Diese orthopädischen Matratzen sind für Menschen geeignet, die unter Bandscheibenbeschwerden leiden und werden auch dann empfohlen, wenn eine Fehlstellung der Wirbelsäule Probleme bereitet. Bei diesen Matratzen wird besonders auf unterschiedliche Liegezonen geachtet. Sie verfügen über eine Schulter-Absenkung. Die mittlere Zone muss härter sein als der Schulterbereich. Eine zusätzliche Auflage aus Viscoschaum kann Linderung bei sehr starken Rückenleiden bringen. Taschenfederkernmatratzen bieten eine gute Punktelastizität, sodass sie sich dem Körper perfekt anpassen. Diese Federkernmatratzen verfügen auch über eine hervorragende Luftzirkulation und sind somit für Menschen, die nachts stark schwitzen, sehr gut geeignet. Kaltschaummatratzen passen sich dem Körper ebenfalls hervorragend an. Sie sind für Menschen, die nachts leicht frieren, geeignet, denn sie speichern die Körperwärme länger als Federkernmatratzen.

Richtige Härtegrad von Matratze - 2

Welche Matratzen sind für schwere Menschen optimal geeignet?

Schwere Menschen benötigen stabilere Matratzen, die über besondere Liegeeigenschaften verfügen, weil der Körper von schweren Menschen meist druckempfindlicher ist als der von leichten Personen. Die Matratzen sollten höher sein, da der Körper tiefer einsackt. Pauschal zu einer Matratze mit dem Härtegrad 5 zu greifen, kann nicht empfohlen werden. Zum einen muss die erhöhte Druckempfindlichkeit beachtet werden und zum anderen sollte auch die Körpergröße berücksichtigt werden. Ab einer Körpergröße von 190 cm ist ein Bett in Übergröße empfehlenswert.

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