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Silberfisch im Bett und Schlafzimmer erkennen und richtig bekämpfen

Silberfisch im Bett und Schlafzimmer erkennen und richtig bekämpfen

Auf einen Blick:

Hast Du vielleicht schon einmal eines dieser Insekten mit dem etwas unheimlichen Aussehen in Deinem Schlafzimmer entdeckt? Vielleicht sogar in der Nähe Deines Bettes? Keine Sorge – auch wenn ein Silberfisch im Bett im ersten Moment erschreckend wirken kann, gibt es eine gute Nachricht: Es ist tatsächlich sehr selten, dass sich diese kleinen Insekten im Bett aufhalten. Ihr Aussehen wirkt oft deutlich bedrohlicher, als sie tatsächlich sind. 

Silberfische bevorzugen vor allem feuchte und dunkle Orte, weshalb sie häufiger im Badezimmer oder in Ritzen im Schlafzimmer auftauchen. Wenn Du einen Silberfisch im Schlafzimmer siehst, bedeutet das also nicht automatisch, dass Dein Bett befallen ist. Trotzdem ist es sinnvoll zu verstehen, warum Silberfische überhaupt in der Nähe des Bettes erscheinen können und was Du tun kannst, damit sie sich gar nicht erst in Deinem Schlafzimmer wohlfühlen. 

Was ist ein Silberfisch?

Ein Silberfisch, auch Silberfischchen genannt, ist ein kleines, flügelloses Insekt, das zur Ordnung der Fischchen gehört. Der wissenschaftliche Name lautet Lepisma saccharinum. Seinen Namen verdankt das Tier seinem silbrig glänzenden Körper und seiner fischähnlichen, schlängelnden Bewegung, wenn es schnell über den Boden läuft. 

Silberfische werden meist 8 bis 12 Millimeter lang und haben einen länglichen, flachen Körper. Am Hinterende besitzen sie drei lange Fühler, während sich vorne zwei Antennen befinden. Diese helfen ihnen, sich in dunklen Umgebungen zu orientieren, denn Silberfische sind nachtaktive Tiere und verstecken sich tagsüber gerne in Ritzen, Fugen oder hinter Möbeln. 

Sind Silberfische für Menschen gefährlich?

Für Menschen sind Silberfische grundsätzlich ungefährlich. Sie beißen nicht, übertragen keine Krankheiten und sind eher ein Hinweis darauf, dass in einem Raum eine erhöhte Luftfeuchtigkeit oder gute Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Deshalb tauchen sie häufig im Badezimmer, in der Küche oder gelegentlich auch im Schlafzimmer auf. 

Wenn Du also einen Silberfisch im Schlafzimmer oder in der Nähe Deines Bettes entdeckst, bedeutet das in den meisten Fällen nicht, dass Dein Bett befallen ist. Viel häufiger halten sich die Tiere in Spalten im Boden, hinter Fußleisten oder in dunklen Ecken auf und kommen nur nachts hervor, um nach Nahrung zu suchen. 

Woher kommen Silberfische im Schlafzimmer?

 Wenn Du Silberfische im Schlafzimmer entdeckst, hat das meistens ganz bestimmte Ursachen. Die kleinen Insekten suchen sich Orte, an denen sie Feuchtigkeit, Wärme und genügend Verstecke finden. Das Schlafzimmer kann dafür unter bestimmten Bedingungen ein passender Lebensraum sein. 

  • Hohe Luftfeuchtigkeit

Silberfische lieben feuchte Umgebungen. Wenn die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu hoch ist – zum Beispiel durch wenig Lüften, feuchte Wände oder schlecht isolierte Fenster – fühlen sich die Tiere dort besonders wohl. Gerade in älteren Wohnungen kann sich Feuchtigkeit leicht in Ecken oder hinter Möbeln sammeln. 

  • Dunkle Verstecke

Tagsüber verstecken sich Silberfische in Ritzen, Spalten oder hinter Fußleisten. Auch kleine Zwischenräume hinter Schränken oder unter dem Bett bieten ihnen ideale Rückzugsorte. In der Nacht kommen sie dann hervor, um nach Nahrung zu suchen. 

  • Nahrung im Schlafzimmer

Auch wenn es überraschend klingt, finden Silberfische im Schlafzimmer oft genügend Nahrung. Sie ernähren sich unter anderem von Hautschuppen, Staub, Papier oder Klebstoffen aus Tapeten. Besonders in Bereichen, in denen sich Staub sammelt, können sie problemlos überleben. 

  • Wärme

Silberfische bevorzugen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Da Schlafzimmer meist beheizt sind und eine relativ konstante Temperatur haben, können sie dort gute Lebensbedingungen vorfinden. 

Deshalb bedeutet ein Silberfisch im Schlafzimmer meist nicht, dass Dein Bett befallen ist. Häufig verstecken sich die Tiere einfach in Bodenritzen, hinter Möbeln oder in Wandspalten und werden nur nachts zufällig sichtbar.

Wie vermehren sich Silberfische? 

Silberfische vermehren sich auf eine etwas ungewöhnliche Weise, die sich von vielen anderen Insekten unterscheidet. Statt Eier direkt abzulegen, beginnt die Fortpflanzung mit einer kleinen Spermatophore, also einem Samenpaket, das das Männchen auf dem Boden ablegt. Das Weibchen nimmt dieses anschließend auf und kann danach Eier legen. 

Ein weiblicher Silberfisch legt im Laufe seines Lebens mehrere kleine Eipakete, meist in Ritzen, Spalten oder hinter Fußleisten. Diese Orte sind für die Tiere ideal, weil sie dort vor Licht geschützt sind und eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht. Die Eier sind sehr klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. 

Nach etwa zwei bis acht Wochen schlüpfen die jungen Silberfische. Die Jungtiere sehen den erwachsenen Tieren bereits sehr ähnlich, sind aber deutlich kleiner. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten durchlaufen sie keine vollständige Metamorphose, sondern wachsen durch mehrere Häutungen langsam zu ihrer endgültigen Größe heran. 

Unter guten Bedingungen – also bei Wärme, Feuchtigkeit und genügend Nahrung – können sich Silberfische relativ gut vermehren. Trotzdem bedeutet ein einzelner Silberfisch im Schlafzimmer oder in der Nähe des Bettes nicht automatisch, dass sich bereits eine größere Population gebildet hat. Oft handelt es sich nur um einzelne Tiere, die nachts auf Nahrungssuche unterwegs sind.

Wovon ernähren sich Silberfische und welche Arten gibt es?

Silberfische sind sogenannte Allesfresser, die vor allem Stoffe mögen, die Zucker oder Stärke enthalten. In Wohnungen finden sie deshalb oft problemlos Nahrung. Zu ihren typischen Nahrungsquellen gehören zum Beispiel Hautschuppen, Staub, Haare, Papier, Karton, Tapetenkleister oder Textilfasern. Auch kleinste organische Rückstände reichen ihnen bereits aus, um zu überleben. 

Im Schlafzimmer finden sie besonders leicht Nahrung, weil sich dort oft Staub und Hautschuppen sammeln. Das ist auch der Grund, warum sie häufig in der Nähe des Bettes oder im Schlafzimmer auftauchen. Trotzdem bedeutet ein Silberfisch im Bett oder Schlafzimmer nicht automatisch, dass sie sich von Matratzen oder Bettwäsche ernähren. Meist suchen sie nur nach kleinen organischen Partikeln auf dem Boden oder in dunklen Ecken. 

Neben dem klassischen Silberfisch gibt es in Wohnungen hauptsächlich zwei ähnliche Arten, die oft miteinander verwechselt werden. 

  • Silberne Silberfische

Die bekannteste Art ist das Silberfischchen mit seinem silbrig glänzenden Körper. Diese Tiere sind relativ klein und leben bevorzugt in feuchten Räumen wie Badezimmern, Küchen oder manchmal auch im Schlafzimmer. Sie sind für Menschen harmlos und treten meist nur vereinzelt auf. 

  • Braune Papierfischchen

Daneben gibt es auch braune Papierfischchen, die etwas größer sind und eine bräunliche Färbung haben. Diese Art fühlt sich besonders in trockeneren Wohnräumen wohl und ernährt sich gerne von Papier, Karton oder Tapeten. Deshalb findet man sie häufiger in Wohn- oder Arbeitszimmern als im Badezimmer. 

Trotz ihres Aussehens sind beide Arten für Menschen völlig ungefährlich. Wenn Du jedoch häufiger Silberfische oder Papierfischchen im Schlafzimmer bemerkst, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sich dort Versteckmöglichkeiten, Staub oder Feuchtigkeit angesammelt haben. 

Silberfische bekämpfen und dauerhaft loswerden

Wenn Du Silberfische im Schlafzimmer oder in der Nähe Deines Bettes entdeckst, möchtest Du sie wahrscheinlich möglichst schnell loswerden. Allerdings verschwinden diese Insekten oft nicht sofort, denn sie sind sehr anpassungsfähig und verstecken sich tagsüber in kleinen Ritzen oder Spalten. Genau deshalb ist es manchmal schwierig, ihren genauen Aufenthaltsort zu finden. 

Silberfische sind außerdem sehr widerstandsfähig. Selbst wenn Du ein einzelnes Tier beseitigst, können sich weitere in versteckten Bereichen der Wohnung aufhalten. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die sichtbaren Tiere zu entfernen, sondern auch die Bedingungen zu verändern, die ihnen das Leben in Deinem Schlafzimmer überhaupt erst ermöglichen. 

  • Luftfeuchtigkeit reduzieren

Da Silberfische feuchte Umgebungen lieben, ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu senken. Regelmäßiges Lüften, besonders morgens, hilft dabei, die Raumluft trockener zu halten. Auch das Verschieben von Möbeln ein paar Zentimeter von der Wand kann verhindern, dass sich Feuchtigkeit dahinter sammelt. 

  • Verstecke beseitigen

Silberfische verstecken sich tagsüber in Bodenritzen, hinter Fußleisten oder in kleinen Wandspalten. Wenn Du solche Stellen entdeckst, kann es helfen, sie mit Silikon oder Fugenmasse zu verschließen. Dadurch verlieren die Tiere ihre wichtigsten Rückzugsorte. 

  • Gründlich reinigen

Regelmäßiges Staubsaugen im Schlafzimmer hilft, Staub, Hautschuppen und andere kleine Nahrungsquellen zu entfernen. Besonders Bereiche unter dem Bett, hinter Möbeln und entlang der Fußleisten solltest Du dabei nicht vergessen. 

  • Fallen oder Hausmittel verwenden

Es gibt auch Klebefallen oder spezielle Köder, die Silberfische anlocken und festhalten. Einige Menschen nutzen außerdem Hausmittel wie Backpulver oder Zuckerfallen. Diese können helfen, einzelne Tiere zu reduzieren, ersetzen aber meist nicht die Beseitigung der eigentlichen Ursache. 

Langfristig gilt: Wenn Du Feuchtigkeit reduzierst, regelmäßig reinigst und mögliche Verstecke schließt, verschwinden Silberfische oft ganz von selbst aus dem Schlafzimmer. Denn ohne geeignete Lebensbedingungen suchen sich die Tiere meist einen anderen Ort. 

Gibt es auch Gift oder Spray gegen Silberfische?

Ja, es gibt tatsächlich chemische Mittel und Sprays, die Silberfische schneller bekämpfen können. Trotzdem solltest Du solche Produkte immer bewusst und vorsichtig verwenden, besonders wenn sie im Schlafzimmer eingesetzt werden. Viele Insektensprays enthalten Wirkstoffe wie Pyrethroide oder Borsäure, die das Nervensystem der Insekten angreifen und sie dadurch abtöten. 

Gerade weil diese Mittel chemische Wirkstoffe enthalten, ist es wichtig, die Anwendungshinweise genau zu lesen und die behandelten Bereiche gut zu lüften. Wenn der Befall stärker ist oder Du unsicher bist, kann es sinnvoll sein, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu kontaktieren. Experten wissen genau, wo sich Silberfische verstecken und welche Behandlung am effektivsten ist. 

Ein Mittel, das von vielen Anwendern häufig genannt wird, ist zum Beispiel das Envira Silberfischspray. Dieses Spray wird speziell gegen Silberfische entwickelt und kann laut Hersteller sowohl eine schnelle Wirkung als auch eine länger anhaltende Schutzwirkung bieten. 

Einige Produkte dieser Art können nach dem Auftragen sogar mehrere Wochen oder Monate Schutz bieten, besonders wenn sie in Ritzen, Fugen oder anderen Verstecken der Insekten angewendet werden. 

Trotzdem gilt: Auch mit Spray verschwinden Silberfische selten sofort dauerhaft. Weil sie sich sehr gut verstecken können, funktioniert die Bekämpfung meist am besten, wenn Du mehrere Maßnahmen kombinierst : also Feuchtigkeit reduzieren, Verstecke schließen und bei Bedarf gezielt ein geeignetes Mittel einsetzen. 

Häufig gestellte Fragen zu Silberfischen im Schlafzimmer

Können Silberfischchen auf Menschen krabbeln?

Theoretisch kann es passieren, dass ein Silberfischchen über einen Menschen krabbelt, zum Beispiel wenn es nachts auf Nahrungssuche ist. Das ist jedoch sehr selten. Die Tiere meiden normalerweise Menschen und flüchten sofort, wenn sie Bewegung oder Licht wahrnehmen. Sie stellen für Dich keine Gefahr dar, denn sie beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. 

Können Silberfische in der Matratze leben?

In der Regel leben Silberfische nicht in der Matratze. Sie bevorzugen Ritzen, Spalten im Boden, hinter Fußleisten oder andere dunkle Verstecke. Wenn Du einen Silberfisch in der Nähe des Bettes siehst, kommt er meistens nur nachts aus seinem Versteck, um nach Nahrung zu suchen.

Wie finde ich das Nest der Silberfische?

Silberfische bauen kein klassisches Nest wie viele andere Insekten. Stattdessen verstecken sie sich tagsüber in kleinen Spalten, unter Fußleisten, hinter Möbeln oder in Fugen im Boden. Wenn Du herausfinden möchtest, wo sie sich aufhalten, lohnt es sich besonders in diesen Bereichen nach feinen Ritzen oder dunklen Verstecken zu suchen.

Sind Silberfische ein Zeichen für Feuchtigkeit in der Wohnung?

Ja, oft sind Silberfische ein Hinweis darauf, dass die Luftfeuchtigkeit in einem Raum erhöht ist. Die Tiere fühlen sich besonders wohl in warmen und feuchten Umgebungen. Wenn sie häufiger auftauchen, kann es helfen, regelmäßig zu lüften und mögliche Feuchtigkeitsquellen in der Wohnung zu überprüfen.

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